Wir lieben Bücher.

Hier bei Svipp schreiben wir als private Allesleser über Romane und Kinderbücher, über Graphic Novels und Geschichtswerke, über Fantasy, Komisches und anderes mehr.

Neueste Artikel

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Von Svipp-Kollege Dirk habe ich den Begriff Pastiche aufgeschnappt, und bei diesem schlanken Roman lässt er sich bestens anwenden. Bei »The Gentleman« nämlich handelt es sich um einen Pastiche britischer Romane des Viktorianischen Zeitalters, keine Parodie, sondern eine schwungvolle Hommage, die in den gespreizten Wendungen und Klischees der zitierten Epoche schwelgt. Den in manchen Pressestimmen zum Buch erwähnten Steampunk habe ich nicht entdecken können, aber er fehlt auch nicht. Ein Buch wie das Geplauder eines leicht gelangweilten Dandys – stets und mit unverhohlenem Vergnügen über die Grenze hin zum Nervenden springend, am Ende aber doch ein originelles Lesevergnügen.

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Hin und wieder möchten wir hier bei Svipp Klassiker vorstellen. Oder genauer: solche älteren Werke, die wenig bekannt sind, die aus unserer Sicht aber Klassiker sein sollten. Otto Julius Bierbaum war ein Dichter, Journalist, Schriftsteller und überhaupt ein umtriebiger Hans Dampf in allen Gassen. Und er war ein meisterlicher Beobachter seiner Umgebung und ein noch meisterlicherer Lästerer und Spötter, aber auch ein großer Genießer – eine Kombination, die mir sehr angenehm ist. In seinem Buch »Die Yankeedoodle-Fahrt« schildert er eine um 1908 herum unternommene Kreuzfahrt durchs Mittelmeer. Machen Sie es sich im Deckstuhl bequem und genießen Sie!

Schlagwörter:

Humor & Satire, Klassiker, Meer, Reise

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Ein ganz grauenhaftes Buch. Es schmerzt ein wenig, das so uneingeschränkt sagen zu müssen, weil mir dieses Buch als Geburtstagsgeschenk meines besten Freundes zuflog. Aber ich sehe mich außer Stande, irgendetwas Positives an diesem Werk zu finden. Ich habe es wahrgenommen als eine freudlose Fibel für Streber und Selbstoptimierer. Ohne den kleinsten Funken von Witz, von Esprit, von echtem Leben. Als einen Almanach für angehende Technokraten und Wichtigtuer, für Leser, die gerne weise wirken möchten, aber nicht warten wollen, bis sie Weisheit durch Lebenserfahrung erlangen können. Nein, wirklich: ein ganz grauenhaftes Buch.

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Das Autoren-Duo Uschmann & Witt ist bekannt und geschätzt als Schöpfer Dutzender eher humoristischer Bücher, die ein ums andere Mal einen scharfen Blick für den gemeinen Menschen in freier Wildbahn mit wunderbar lässiger Erzählkunst verbinden. Mit »Bis zum Schluss« wagen sich die beiden an das schwere Thema Tod heran und schreiben vom Begleiten der todkranken Mutter in ihren letzten Wochen, vom letzten Atemzug, von den Tagen danach, der Beerdigung und allem, was danach kommt. Ich hatte eine große, eine abergläubische Angst vor diesem Buch – zu Unrecht.

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