Wir lieben Bücher.

Hier bei Svipp schreiben wir als private Allesleser über Romane und Kinderbücher, über Graphic Novels und Geschichtswerke, über Fantasy, Komisches und anderes mehr.

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Dieses Comic-Album ist nach meiner bescheidenen Meinung ein Beweis dafür, dass nicht automatisch ein großes oder auch nur halbwegs interessantes Werk dabei herauskommt, wenn ein Autor und ein Zeichner – egal wie namhaft und versiert – einen literarischen Klassiker adaptieren. Und auch ein Beweis dafür, dass man noch so frenetischen Lobpreisungen und noch so wohlmeinenden Bewertungen in Verkaufsportalen und anderswo immer mit einer gesunden Skepsis gegenübertreten sollte. Ausgenommen die wohlüberlegten Besprechungen hier bei Svipp natürlich! – „Providence“ jedenfalls hat mich in keiner Hinsicht überzeugt.

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Das Titelbild und der Klappentext haben mich bei diesem Roman mächtig in die Irre geführt. Anscheinend hatten dabei Werbeprofis das Sagen, die von dem Buch keine fünf Zeilen gelesen haben. – Erwartet habe ich eine locker-flockige Erzählung über Rock’n’Roll, Liebe und Künstlermilieu in Paris. Das Buch streift alle diese Dinge zwar tatsächlich, aber im Kern dreht es sich um die gar nicht so locker-flockigen Themen von Exil und Heimatverlust in allen Variationen. Es ist ein verdammt guter Roman – die Werbeprofis haben etwas verpasst!

Schlagwörter:

Coming of age, Exil, Frankreich, Romane

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Matt Ruff liebt es, von Roman zu Roman das Genre zu wechseln, wie wir im Anhang von »Lovecraft Country« erfahren. Hier nun versucht er sich daran, zwei Genres in ein und demselben Roman abzudecken, in einem Crossover aus klassischen Horrormotiven und gesellschaftskritischem Realismus. So richtig gut funktioniert das nicht, denn die Horror-Ebene wirkt etwas sehr gewollt und fremd. Umso besser funktioniert die erste Ebene, die sich um den alltäglichen Rassismus dreht, mit dem farbige US-Amerikaner in den 50er-Jahren (und nicht nur dann) leben mussten.

Schlagwörter:

Amerika, Romane

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Die schwebende Leichtigkeit und wunderbar beruhigende Endlosigkeit der langen Sommerferien. Das unbeschwerte Dahintreiben, den Geruch trockenen Grases und harziger Kiefern in der Nase. Sonne, ewigblauer Himmel. Wäre es möglich, diese Mischung mit einem neuartigen Druckverfahren auf Papier zu bannen, dann müsste dabei so etwas wie »Der Ruhm meines Vaters« herauskommen. Wahnsinnig viel Handlung sollten Sie nicht erwarten, dafür viel für Auge und Gemüt.