Wir lieben Bücher.

Hier bei Svipp schreiben wir als private Allesleser über Romane und Kinderbücher, über Graphic Novels und Geschichtswerke, über Fantasy, Komisches und anderes mehr.

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In dieser Streitschrift fühlt der Historiker Philipp Blom der Idealgesellschaft der klassischen Aufklärer auf den Zahn: der säkularen, rein auf Vernunft und Wissenschaft gebauten Gesellschaft, als die wir selbst uns ja betrachten. – Ist es eine Erfolgsgeschichte? Ist es überhaupt eine wahre Geschichte oder lagen die Aufklärer falsch, und wir selbst machen wir uns etwas vor? Vor allem aber: was ist es, das eine aufgeklärte Gesellschaft zusammenhält und weiterträgt, wenn Religion und Monarchie ausgedient haben? – Eine lesenswerte Wortmeldung, gerade in einer Zeit, wo angesichts hoher Exportraten und angeblich nahender Vollbeschäftigung alles ideal zu sein scheint.

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Guten Sachbüchern und Romanen ist eines gemeinsam: Sie erzählen Geschichten. Bei manchen Sachbüchern fällt dies lediglich stärker ins Auge. Empire of the Summer Moon von S. C. Gwynne verspricht im Untertitel eine ziemlich spannende Geschichte, nämlich die von »Quanah Parker und dem Aufstieg und Fall der Komantschen, dem mächtigsten Indianerstamm der amerikanischen Geschichte«. Das ist nicht wenig und klingt ziemlich spannend.

Schlagwörter:

Amerika, Geschichte, Sachbücher

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Was ich da für eine Neuheit hielt, ist bereits 1978 erschienen, und der Autor James Gordon Farrell ist schon lange tot. »The Singapore Grip« wurde noch einmal aufgelegt, nachdem einem anderen Buch von Farrell 2010 der »Lost Man Booker Prize« verliehen worden war. – Macht nichts, denn auch ältere Bücher sollen bei Svipp ihren Platz finden, solange sie nicht tausendfach besprochene Klassiker sind. Farrells Roman führt uns ins spätkoloniale Singapur. Und kaum, dass wir uns halbwegs vertraut mit der Umgebung wähnen, geht alles in Rauch und Flammen auf. Es ist das Jahr 1942 … – Ein Buch, das mich erst nach einigen Kapiteln gepackt, dann aber nicht mehr losgelassen hat!

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Dieses Comic-Album ist nach meiner bescheidenen Meinung ein Beweis dafür, dass nicht automatisch ein großes oder auch nur halbwegs interessantes Werk dabei herauskommt, wenn ein Autor und ein Zeichner – egal wie namhaft und versiert – einen literarischen Klassiker adaptieren. Und auch ein Beweis dafür, dass man noch so frenetischen Lobpreisungen und noch so wohlmeinenden Bewertungen in Verkaufsportalen und anderswo immer mit einer gesunden Skepsis gegenübertreten sollte. Ausgenommen die wohlüberlegten Besprechungen hier bei Svipp natürlich! – »Providence« jedenfalls hat mich in keiner Hinsicht überzeugt.

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Das Titelbild und der Klappentext haben mich bei diesem Roman mächtig in die Irre geführt. Anscheinend hatten dabei Werbeprofis das Sagen, die von dem Buch keine fünf Zeilen gelesen haben. – Erwartet habe ich eine locker-flockige Erzählung über Rock’n’Roll, Liebe und Künstlermilieu in Paris. Das Buch streift alle diese Dinge zwar tatsächlich, aber im Kern dreht es sich um die gar nicht so locker-flockigen Themen von Exil und Heimatverlust in allen Variationen. Es ist ein verdammt guter Roman – die Werbeprofis haben etwas verpasst!

Schlagwörter:

Coming of age, Exil, Frankreich, Romane