Wir lieben Bücher.

Hier bei Svipp schreiben wir als private Allesleser über Romane und Kinderbücher, über Graphic Novels und Geschichtswerke, über Fantasy, Komisches und anderes mehr.

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Wenn ich nicht so recht weiß, was ich zu einem Buch sagen soll, dann handelt es sich es oft um ein Buch, das mich kaltgelassen hat. Das mich weder gut unterhalten, noch erzürnt, noch sonstwie berührt hat. Manchmal aber tue ich mich gerade deshalb schwer mit einer Stellungnahme, weil mich das Buch ganz besonders tief beeindruckt hat. Genau das ist bei Sana Krasikovs Romandebüt der Fall. Ihre Erzählung der Geschichte von Florence Fein, die 1934 aus Brooklyn in die Sowjetunion zieht, und ihrer Familie gehört zum Besten, was ich in den letzten Jahren überhaupt gelesen habe.

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Letztens besprach Kollege Kai das Buch »Empire of the Summer Moon«, das erste hier bei Svipp mit Indianerbezug. Mich erinnerte das daran, dass ich mir längst schon die Biografie von Erik Lorenz über Liselotte Welskopf-Henrich hatte kaufen wollen, eine der bekanntesten Schriftstellerinnen der DDR. Alle Jungen und viele Mädchen liebten ihren sechsteiligen Roman »Die Söhne der Großen Bärin« und liehen sich die wegen der Papierknappheit raren Bände untereinander aus. Wer war die Frau, die hinter diesem Werk stand? Lorenz Buch verspricht Antwort. Leider aber bleibt der biografische Teil enttäuschend knapp und formell.

Schlagwörter:

Biografie, Indianer, Sachbücher

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Erzählt wird die Geschichte von Born Bohunke: Firmenherrn, Self-Made Man und eingefleischtem Geizkragen. Zu einer milliardenschweren Ausschreibung im fernen Schanghai macht sich Bohunke eines Tages auf, nicht im teuren Flieger, sondern kostengünstig per Mitfahrzentrale. Im Kleinwagen von Norddeutschland nach China. Die Geschichte ist absurd genug. Doch das Ganze wird von Rüdiger Saß auch noch in einem dermaßen verballhornten Deutsch erzählt, dass es sich manchmal wie ein grotesker Halbtraum anfühlt. – »Goldgräber« ist ein Buch wie ein Innereiengericht. Derb, ohne jede Schönheit, und sehr viele Menschen werden es scheußlich finden oder gar nicht erst probieren. Wer sich ranwagt, kommt in jedem Fall in den Genuss von etwas sehr Ungewöhnlichem.

Schlagwörter:

Humor & Satire, Romane

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In dieser Streitschrift fühlt der Historiker Philipp Blom der Idealgesellschaft der klassischen Aufklärer auf den Zahn: der säkularen, rein auf Vernunft und Wissenschaft gebauten Gesellschaft, als die wir selbst uns ja betrachten. – Ist es eine Erfolgsgeschichte? Ist es überhaupt eine wahre Geschichte oder lagen die Aufklärer falsch, und wir selbst machen wir uns etwas vor? Vor allem aber: was ist es, das eine aufgeklärte Gesellschaft zusammenhält und weiterträgt, wenn Religion und Monarchie ausgedient haben? – Eine lesenswerte Wortmeldung, gerade in einer Zeit, wo angesichts hoher Exportraten und angeblich nahender Vollbeschäftigung alles ideal zu sein scheint.

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Guten Sachbüchern und Romanen ist eines gemeinsam: Sie erzählen Geschichten. Bei manchen Sachbüchern fällt dies lediglich stärker ins Auge. Empire of the Summer Moon von S. C. Gwynne verspricht im Untertitel eine ziemlich spannende Geschichte, nämlich die von »Quanah Parker und dem Aufstieg und Fall der Komantschen, dem mächtigsten Indianerstamm der amerikanischen Geschichte«. Das ist nicht wenig und klingt ziemlich spannend.