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Matt Ruff liebt es, von Roman zu Roman das Genre zu wechseln, wie wir im Anhang von »Lovecraft Country« erfahren. Hier nun versucht er sich daran, zwei Genres in ein und demselben Roman abzudecken, in einem Crossover aus klassischen Horrormotiven und gesellschaftskritischem Realismus. So richtig gut funktioniert das nicht, denn die Horror-Ebene wirkt etwas sehr gewollt und fremd. Umso besser funktioniert die erste Ebene, die sich um den alltäglichen Rassismus dreht, mit dem farbige US-Amerikaner in den 50er-Jahren (und nicht nur dann) leben mussten.

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Amerika, Romane

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Die schwebende Leichtigkeit und wunderbar beruhigende Endlosigkeit der langen Sommerferien. Das unbeschwerte Dahintreiben, den Geruch trockenen Grases und harziger Kiefern in der Nase. Sonne, ewigblauer Himmel. Wäre es möglich, diese Mischung mit einem neuartigen Druckverfahren auf Papier zu bannen, dann müsste dabei so etwas wie »Der Ruhm meines Vaters« herauskommen. Wahnsinnig viel Handlung sollten Sie nicht erwarten, dafür viel für Auge und Gemüt.

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Der junge Lehrer Franz van der Steg erzählt seinen Schülern am Ende des Tages gerne selbst ausgedachte Abenteuergeschichten, damit sie beim Aufräumen nicht so viel Krach machen. Aber auch, man merkt es bald, weil er als furchtloser Recke Franz der Rote etwas Aufregenderes sein kann als ein Dorflehrer, der bei einer, zugegebenermaßen sehr gemütlichen, Zimmerwirtin eine Bude bewohnt und in der nahen Kleinstadt Fortbildungskurse besucht. Eines Tages ist er zu müde, eine Geschichte zu erfinden.

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Kinderbücher, Niederlande, Romane