Artikel von Andreas

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Ganz klassisch geht es in dem Weltraumepos »Nebular« zu, zumindest nach dem zu urteilen, was die ersten beiden Bände der Comic-Adaption bieten. Keine düsteren Zwielichtcharaktere, keine coolen Sprüche, keine stoischen Schlächter – sondern eine Utopie mit einer vereinten Menschheit, Raumstationen, Wissenschaftlern, Forschern und einer dräuenden intergalaktischen Gefahr, die auch am Ende von Band 2 noch vage und geheimnisvoll bleibt. Freunde von Science-Fiction im Stile von Perry Rhodan oder Mark Brandis werden die Nebular-Comics trotz der etwas gemächlichen Erzählweise mögen.

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Wenn ein Neurowissenschaftler sich daranmacht, Laien die grundlegenden Mechanismen des menschlichen Gehirns zu erläutern, dann droht ein schwer verdaulicher Wälzer. Denkt man. Dean Burnett aber schafft es, aus der kniffligen Materie ein Buch zu stricken, das sich liest wie ein rasanter und sehr, sehr unterhaltsamer Roman! Burnett tritt in seiner Freizeit als Stand-up Comedian auf, und davon profitiert sein Buch. Wie in einem Bühnenprogramm stellt er uns unser Hirn mit seinem Glanz und mit seinen Schrullen und Macken vor. Er spannt einen weiten Themenbogen vom Gedächtnis über die Sinne bis hin zu Persönlichkeit, Ängsten und Neurosen und wird an keiner Stelle langweilig. Große Klasse!

Schlagwörter:

Sachbücher, Wissenschaft

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Der Autor Martin Schemm bringt ein breites Wissen über das deutsche Hochmittelalter und die nordische Sagenwelt mit. Und er hat eine Idee für eine gute Geschichte – nicht zu verwickelt, nicht zu simpel und eine anregende Verbindung von Historischem mit Fantastischem. Schreiberfahrung hat Schemm auch. Beste Voraussetzungen für einen gelungenen Roman. Eine strahlende literarische Perle war’s dann allerdings zwar nicht gerade: allzu unrund ist oft das Sprachliche, allzu undeutlich sind die Charaktere, und allzu behäbig und linear verläuft die Handlung. Für einige entspannte Lesestunden in der dunklen Jahreszeit ist »Das Geheimnis des goldenen Reifs« trotz dieser Schwächen aber allemal gut!

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Von Svipp-Kollege Dirk habe ich den Begriff Pastiche aufgeschnappt, und bei diesem schlanken Roman lässt er sich bestens anwenden. Bei »The Gentleman« nämlich handelt es sich um einen Pastiche britischer Romane des Viktorianischen Zeitalters, keine Parodie, sondern eine schwungvolle Hommage, die in den gespreizten Wendungen und Klischees der zitierten Epoche schwelgt. Den in manchen Pressestimmen zum Buch erwähnten Steampunk habe ich nicht entdecken können, aber er fehlt auch nicht. Ein Buch wie das Geplauder eines leicht gelangweilten Dandys – stets und mit unverhohlenem Vergnügen über die Grenze hin zum Nervenden springend, am Ende aber doch ein originelles Lesevergnügen.

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Hin und wieder möchten wir hier bei Svipp Klassiker vorstellen. Oder genauer: solche älteren Werke, die wenig bekannt sind, die aus unserer Sicht aber Klassiker sein sollten. Otto Julius Bierbaum war ein Dichter, Journalist, Schriftsteller und überhaupt ein umtriebiger Hans Dampf in allen Gassen. Und er war ein meisterlicher Beobachter seiner Umgebung und ein noch meisterlicherer Lästerer und Spötter, aber auch ein großer Genießer – eine Kombination, die mir sehr angenehm ist. In seinem Buch »Die Yankeedoodle-Fahrt« schildert er eine um 1908 herum unternommene Kreuzfahrt durchs Mittelmeer. Machen Sie es sich im Deckstuhl bequem und genießen Sie!

Schlagwörter:

Humor & Satire, Klassiker, Meer, Reise