Kategorie Geschichte:

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Nancy Isenberg geht in ihrem Buch ein Thema an, bei dem für sie nicht unbedingt Beifall und Lorbeeren zu erwarten waren. Sie nimmt den Mythos von der klassenlosen US-amerikanischen Gesellschaft aufs Korn, in der es jeder schaffen kann, wenn nur Wille und Einsatz stimmen. Isenberg tut das nicht von einer abstrakten moralischen oder politischen Warte aus, sondern indem sie die Geschichte der untersten Klasse seit Gründung der ersten Kolonien an der Ostküste nachzeichnet. Ihr Buch ist hochaktuell, und es war nicht nur eine Marketingmaßnahme, dass die Auflage von 2017 durch ein Vorwort erweitert wurde, in dem Isenberg ihre Erkenntnisse auf die zurückliegenden Präsidentschaftswahlen in den USA anwendet.

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Wer die Dampfmaschine erfunden hat, werden einige von uns sicherlich noch parat haben. Zumindest wissen wir, dass es sich um eine Erfindung handelt, die sich ziemlich genau zuordnen lässt. Wir können die Geschichte ihrer Erfindung nachschlagen. – Wie aber ist es mit dem aufrechten Gang oder der Musik? Lässt sich sagen, dass irgendwann vor soundsovielen Jahren ein Mensch des Stammes XY die erste kleine Melodie der Weltgeschichte gesummt hat? Wie ist es mit dem Sprechen? Den Konzepten von Recht, Staat, Religion, Monogamie? Diesen Fragen geht Jürgen Kaube in seinem abwechslungsreichen und anregenden Buch nach.

Schlagwörter:

Geschichte, Sachbücher

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Guten Sachbüchern und Romanen ist eines gemeinsam: Sie erzählen Geschichten. Bei manchen Sachbüchern fällt dies lediglich stärker ins Auge. Empire of the Summer Moon von S. C. Gwynne verspricht im Untertitel eine ziemlich spannende Geschichte, nämlich die von »Quanah Parker und dem Aufstieg und Fall der Komantschen, dem mächtigsten Indianerstamm der amerikanischen Geschichte«. Das ist nicht wenig und klingt ziemlich spannend.

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Mir war der Name Bill Bryson noch nie untergekommen, als ich beim Buchhändler diesen Jahresrückblick der etwas anderen Art aus dem Regal angelte. »One Summer«, dachte ich mir, »dieser Mensch hat also wirklich so ein dickes Buch nur über einen einzigen Sommer, also nicht mal ein ganzes Jahr geschrieben?« Ich war neugierig, fand das Buch überdies sympathisch und kaufte es also. – Ein Glücksgriff! Das einzig Bemängelnswerte an diesem Buch ist, dass es irgendwann zu Ende ist.

Schlagwörter:

Amerika, Geschichte, Sachbücher

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Ein großes Thema, das hier in Deutschland noch nicht gerade erschöpfend bearbeitet wurde. Ein Autor, der dieses Thema als Fachmann in- und auswendig kennt und es unter vielen, auch ungewohnten und neuen, Aspekten betrachtet. Eine Fülle von Informationen, die der Autor zusammengetragen hat und verknüpft und bewertet. Ein hochinteressantes Buch! – Leider aber kein gut lesbares, wie ich meine und begründe.