Kategorie Großbritannien & Irland:

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Gute Romane beschreiben das Komische nicht ohne das Ernste (und umgekehrt), sondern verweben beides miteinander. »The Lubetkin Legacy« ist ein solcher Roman: über den glücklosen Schauspieler Berthold (sich zwanghaft am großen George Clooney messend), seine junge Nachbarin Violet (auf der Suche nach einer Arbeit mit Sinn und Anstand) und die Hausgemeinschaft des »Madeley Court«. – Kritikwürdig nur, dass das Buch nicht zum richtigen Zeitpunkt endet, sondern weitere 80, 100 Seiten weiterläuft und zerfasert. Ein eher schwaches und gar nicht nötiges letztes Viertel. Alles davor ist aber so umwerfend, dass Sie das Buch ruhig als Lektüre für Ihre nächste Reise einpacken sollten.

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Ein großes Thema, das hier in Deutschland noch nicht gerade erschöpfend bearbeitet wurde. Ein Autor, der dieses Thema als Fachmann in- und auswendig kennt und es unter vielen, auch ungewohnten und neuen, Aspekten betrachtet. Eine Fülle von Informationen, die der Autor zusammengetragen hat und verknüpft und bewertet. Ein hochinteressantes Buch! – Leider aber kein gut lesbares, wie ich meine und begründe.

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Wie konnten ausgerechnet England und später das Vereinigte Königreich das größte Weltreich der Geschichte aufbauen? Warum nicht Spanien, das doch alle Voraussetzungen zu haben schien? Warum nicht Frankreich, die lange Zeit dominierende Macht Kontinentaleuropas? Warum gab es keine Unabhängigkeitskriege in Australien oder Kanada? Und wäre die Welt eine bessere Welt ohne das Empire? – Dieses mitreißende Buch geht all diesen Fragen nach.

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Tom Hodgkinson: Anleitung zum Müßiggang

Im Buch des Engländers, nebenbei Herausgeber der Zeitschrift The Idler, geht es um das dem westlichen Menschen durch verschiedene Spielarten des Protestantismus, Moralapostel und die industrielle Revolution aufgezwungene Leben nach Stechuhr, um den Diebstahl von Lebenszeit durch Arbeit, die allgemeine Missbilligung der Faulheit – und was man dagegen tun kann.