Kategorie Romane:

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Was ich da für eine Neuheit hielt, ist bereits 1978 erschienen, und der Autor James Gordon Farrell ist schon lange tot. »The Singapore Grip« wurde noch einmal aufgelegt, nachdem einem anderen Buch von Farrell 2010 der »Lost Man Booker Prize« verliehen worden war. – Macht nichts, denn auch ältere Bücher sollen bei Svipp ihren Platz finden, solange sie nicht tausendfach besprochene Klassiker sind. Farrells Roman führt uns ins spätkoloniale Singapur. Und kaum, dass wir uns halbwegs vertraut mit der Umgebung wähnen, geht alles in Rauch und Flammen auf. Es ist das Jahr 1942 … – Ein Buch, das mich erst nach einigen Kapiteln gepackt, dann aber nicht mehr losgelassen hat!

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Das Titelbild und der Klappentext haben mich bei diesem Roman mächtig in die Irre geführt. Anscheinend hatten dabei Werbeprofis das Sagen, die von dem Buch keine fünf Zeilen gelesen haben. – Erwartet habe ich eine locker-flockige Erzählung über Rock’n’Roll, Liebe und Künstlermilieu in Paris. Das Buch streift alle diese Dinge zwar tatsächlich, aber im Kern dreht es sich um die gar nicht so locker-flockigen Themen von Exil und Heimatverlust in allen Variationen. Es ist ein verdammt guter Roman – die Werbeprofis haben etwas verpasst!

Schlagwörter:

Coming of age, Exil, Frankreich, Romane

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Matt Ruff liebt es, von Roman zu Roman das Genre zu wechseln, wie wir im Anhang von »Lovecraft Country« erfahren. Hier nun versucht er sich daran, zwei Genres in ein und demselben Roman abzudecken, in einem Crossover aus klassischen Horrormotiven und gesellschaftskritischem Realismus. So richtig gut funktioniert das nicht, denn die Horror-Ebene wirkt etwas sehr gewollt und fremd. Umso besser funktioniert die erste Ebene, die sich um den alltäglichen Rassismus dreht, mit dem farbige US-Amerikaner in den 50er-Jahren (und nicht nur dann) leben mussten.

Schlagwörter:

Amerika, Romane

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Der junge Lehrer Franz van der Steg erzählt seinen Schülern am Ende des Tages gerne selbst ausgedachte Abenteuergeschichten, damit sie beim Aufräumen nicht so viel Krach machen. Aber auch, man merkt es bald, weil er als furchtloser Recke Franz der Rote etwas Aufregenderes sein kann als ein Dorflehrer, der bei einer, zugegebenermaßen sehr gemütlichen, Zimmerwirtin eine Bude bewohnt und in der nahen Kleinstadt Fortbildungskurse besucht. Eines Tages ist er zu müde, eine Geschichte zu erfinden.

Schlagwörter:

Kinderbücher, Niederlande, Romane