Kategorie Ratgeber:

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Ein ganz grauenhaftes Buch. Es schmerzt ein wenig, das so uneingeschränkt sagen zu müssen, weil mir dieses Buch als Geburtstagsgeschenk meines besten Freundes zuflog. Aber ich sehe mich außer Stande, irgendetwas Positives an diesem Werk zu finden. Ich habe es wahrgenommen als eine freudlose Fibel für Streber und Selbstoptimierer. Ohne den kleinsten Funken von Witz, von Esprit, von echtem Leben. Als einen Almanach für angehende Technokraten und Wichtigtuer, für Leser, die gerne weise wirken möchten, aber nicht warten wollen, bis sie Weisheit durch Lebenserfahrung erlangen können. Nein, wirklich: ein ganz grauenhaftes Buch.

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Das Autoren-Duo Uschmann & Witt ist bekannt und geschätzt als Schöpfer Dutzender eher humoristischer Bücher, die ein ums andere Mal einen scharfen Blick für den gemeinen Menschen in freier Wildbahn mit wunderbar lässiger Erzählkunst verbinden. Mit »Bis zum Schluss« wagen sich die beiden an das schwere Thema Tod heran und schreiben vom Begleiten der todkranken Mutter in ihren letzten Wochen, vom letzten Atemzug, von den Tagen danach, der Beerdigung und allem, was danach kommt. Ich hatte eine große, eine abergläubische Angst vor diesem Buch – zu Unrecht.